Vibrationsdraht: ein weiteres Messprinzip für die Fernüberwachung
Bei Crodeon ist es unser Ziel, jeden Sensor mit Reporter kompatibel zu machen. Deshalb ist es unser Ziel, Sensoradapter für alle wichtigen Messprinzipien zu entwickeln, damit unser Datenlogger möglichst viele unterschiedliche Sensoren auslesen kann. Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass dank unseres neuen Adapters Vibrationsdrahtsensoren jetzt mit Reporter kompatibel sind – und Reporter damit zu Ihrem neuen Lieblings-Datenlogger für Vibrationsdrahtsensoren wird.
Was ist „Vibrationsdraht“?
Ein Vibrationsdraht ist ein hochpräzises Messprinzip, das in geotechnischen und strukturellen Sensoren eingesetzt wird. Wie der Name schon sagt, enthalten diese Sensoren einen dünnen, unter Spannung stehenden Stahldraht.
So funktioniert es
Dieser Draht verhält sich ähnlich wie eine Gitarrensaite. Wenn eine äußere Kraft (z. B. Dehnung oder Druck) auf den Sensor wirkt, wird der Draht gedehnt oder entspannt. Diese Spannungsänderung beeinflusst direkt die Resonanzfrequenz des Drahtes: Je straffer der Draht, desto höher ist der Ton (die Frequenz), den er beim Schwingen erzeugt.
Statt eines Gitarrenplektrums nutzt der Sensor eine elektromagnetische Spule, um den Draht „anzuzupfen“.
- Anregung: Ein Stromimpuls durch die Spule bringt den Draht zum Schwingen.
- Detektion: Während der Draht hin- und herschwingt, durchschneidet er das Magnetfeld und induziert so ein elektrisches Signal in der Spule.
- Berechnung: Diese Frequenz wird von einem Datenlogger oder digitalen Auslesegerät gemessen, das anschließend mithilfe einer mathematischen Formel die Frequenz in eine präzise Einheit für Kraft, Druck oder Weg umrechnet.
Wofür werden Vibrationsdrahtsensoren verwendet?
Diese Sensoren eignen sich hervorragend zur Messung von Zugkräften (Zugspannung), werden jedoch auch zur Messung von Wasserdruck, Last und Temperatur eingesetzt. Ihr größter Vorteil ist, dass das Signal als Frequenz und nicht als Spannung übertragen wird. Dadurch sind die Daten unempfindlich gegenüber elektrischen Störungen und ermöglichen präzise Messwerte selbst über mehrere Kilometer Kabellänge! Das macht das Messprinzip der Vibrationsdrahtsensoren zur ersten Wahl in Bereichen wie der Geotechnik und dem Bauingenieurwesen.
Wo werden Vibrationsdrahtsensoren eingesetzt?
Diese Art von Sensor wird am häufigsten in der Geotechnik und im Bauingenieurwesen eingesetzt. Das bedeutet, dass die Sensoren in den Boden und in Gesteinsformationen oder in Bauwerke eingebettet werden. Sie können den unterirdischen Wasserstand oder die Kräfte in (unterirdischen) Strukturen wie Tunneln, Bergwerken, Fundamenten und mehr messen.
Vibrationsdrahtsensoren bringen einige interessante Vorteile mit – insbesondere, wenn man bedenkt, dass sie oft tief in Bauwerken an weit entfernten, schwer zugänglichen Orten oder in Strukturen mit langer Lebensdauer verbaut sind.
- Keine Drift: Diese elektromechanischen Sensoren enthalten keine Elektronik, die neu kalibriert werden muss
- Niedriger Energieverbrauch: Diese Sensortypen haben einen geringen Stromverbrauch und eignen sich daher perfekt für die Fernüberwachung an Orten ohne Zugang zum Stromnetz. Sie können sie an ein Solarpanel oder eine Batteriebank anschließen.
Welche Sensoren arbeiten mit Vibrationsdraht?
Viele verschiedene Sensortypen nutzen das Messprinzip des Vibrationsdrahts. Beachten Sie, dass einige dieser Sensoren auch mit anderen Messverfahren verfügbar sind.
- Temperatursensoren
- Fugenmessgeräte, Deformometer, Wegsensoren
- Drucksensoren, Druckmesszellen
- Extensometer
- Neigungsmesser
- Spannungszellen
- Piezometer
- Dehnungsmessstreifen
- Kraftmessdosen
Möchten Sie einen dieser Sensoren an Reporter anschließen – Ihren neuen Lieblings-Datenlogger für Vibrationsdrahtsensoren? Der Vibrationsdraht-Adapter hilft Ihnen dabei!